Khammas, Achmed
War der Nikolaus wirklich ein Türke?
von Achmed Khammas
Den Kindern Kenntnisse der islamischen Welt zu vermitteln, dies ohne Idealisierung oder Dämonisierung, ist eines der erklärten Ziele des Projektes "Demokratie und Religionen". Eine Neuköllner Grundschule meldete sich bei COURAGE e.V. und bat um Kooperation.
Meinen ersten Besuch machte ich dort im November, wobei ich mit der Direktorin und zwei Klassenlehrern zusammentraf. Es ging darum, dass muslimische Eltern die Vermittlung von Kenntnissen über den Islam für ihre Kinder wünschten. Schule und Eltern wollten aber Gewissheit haben, dass keinerlei Ansätze indoktrinierender und diskriminierender Erziehung auszumachen waren.
Als besonders aktuelle Themen, die Konfliktstoff bergen, wurden während des ersten Treffens genannt: Sexualität, Kopftücher, gemeinsame Klassenfahrt von Mädchen und Jungen, Gewalt, Heiliger Krieg und verschiedene Arten der Ausgrenzung. Und da Weihnachten kurz vor der Tür stand, wurde auch nach Jesus in seiner Rolle als Prophet im Koran gefragt. Hier könne doch eine Brücke zwischen der islamischen und der christlichen Religion geschlagen werden.
Im Ergebnis des Gesprächs wurde vereinbart, als Initialversuch bis Jahresende fünf Doppelstunden anzubieten, wobei die Informationsvermittlung in getrennter Form für zwei Gruppen stattfinden und jeweils fünfundvierzig Minuten dauern sollte: Die erste Gruppe würde aus Kindern der 1., 2. und 3. Klasse, die zweite Gruppe aus Kindern der 4., 5. und 6. Klasse bestehen.
Es wurde ferner entschieden, in den Stunden folgende Themen zu behandeln:
- Die fünf Säulen des Islam
- Der Prophet Mohammed
- Der Koran
- Islam heute
- Eine fünfte Doppelstunde wurde für das gemeinsame Treffen mit den Eltern vorgesehen, direkt im Anschluß an die dritte Doppelstunde.
Die Eltern der Kinder bekamen von der Direktion ein entsprechendes Schreiben zugeschickt. Die ersten Informationsstunden fanden noch im November statt. Anschließend erfolgte die Vermittlung der Kenntnisse wöchentlich jeweils am Mittwoch.
1. Stunde: Die fünf Säulen des Islam
Aus der ersten Gruppe waren neun Kinder gekommen, aus der zweiten nur drei, obwohl mindestens zehn angemeldet waren. Die Zeit zwischen vierzehn und sechzehn Uhr ist natürlich nicht optimal, trotzdem haben alle Kinder sehr aktiv an den Gesprächen teilgenommen.
Auffällig war, daß besonders die Kinder der jüngeren Gruppe schon recht viel über den Islam wußten. Ein Junge und ein Mädchen erzählten sogar, dass sie den Koran bereits schon einmal komplett gelesen haben (d.h. in Rezitationsform wiederholt, da sie als türkischstämmige Kinder kein Arabisch konnten; trotzdem oder gerade deshalb eine besondere Leistung). Mehrere Kinder konnten in unterschiedlicher sprachlicher Qualität kleinere Koransuren frei aufsagen.
Die Kinder der älteren Gruppe kannten dagegen viel mehr Märchen aus dem Fundus des sogenannten "Volks-Islam", was man hier teilweise als Aberglauben u.ä. bezeichnen würde.
Inhalt der ersten Stunde waren die 5 Säulen des Islam, die Basis des Glaubens:
o Die Schahada - Anerkennung des einen Gottes und Mohammeds als seinen aber keineswegs einzigen Propheten
o Das Gebet - fünf mal täglich
o Das Fasten - einmal jährlich während des ganzen Monats Ramadan
o Die Zakat - die freiwillig zu entrichtende Almosen- oder Armensteuer
o die Hajj - die Pilgerfahrt nach Mekka, einmal im Leben.
Hierbei habe ich die Gründe und die Relevanz der fünf Säulen dargestellt, wie auch Vergleiche zur Gegenwart und zu anderen Religionen gezogen. Im vorliegenden Fall waren dies die fünf Stichworte:
o Glaube-an-Eins
o Versenkung
o Selbstbeherrschung
o Verantwortung
o Gemeinschaft.
Im Zuge der sehr lebhaften Diskussion wurden aber auch periphere Fragen sowie Themen, die eigentlich für spätere Stunden vorgesehen waren, angesprochen. Dazu gehörten zum Beispiel die Rolle der anderen Propheten, unter ihnen sollen besonders Jesus, Abraham, Moses und Adam, der ja auch als Prophet gilt, näher besprochen werden. Ferner sollen einzelne Koransuren und ihre Bedeutungen (was die Gelegenheit zur Darstellung unterschiedlicher Interpretationen gibt), sowie die Beurteilung verschiedener Elemente von Moral und Ethik (Gut/Böse-Dualität, Freier Wille, Himmel/Hölle als Belohnung bzw. Strafe, usw.)zum Thema gemacht wird.
2. Stunde: Der Prophet Mohammed
Obwohl einige Kinder fehlten, zum Teil aus Krankheitsgründen, steigerte sich die Schülerzahl in der ersten Gruppe auf elf, in der zweiten Gruppe auf sieben Kinder, darunter erstmals auch Kinder einer arabischen Familie. Das Interesse und die Mitarbeit waren wie in der ersten Stunde sehr hoch.
Ich war überrascht, daß nur ein einziges (!) Kind auf die Frage nach dem Beruf des Propheten antworten konnte: er hatte "etwas mit Schafen" zu tun. Nachdem ich dies bestätigt hatte, denn es ist ja überliefert, dass der bei seinem Onkel aufwachsende Waise Mohammed schon früh eine Herde der Großfamilie zu hüten hatte, erzählte ich den Kindern von dem Händler und Karawanenführer Mohammad, der den Beinamen Al-Amin (= der Zuverlässige) erhielt, weil seine Karawanen nie überfallen wurden. Daher erreichten sie auch immer ohne Verluste ihre Ziele - Damaskus oder Mekka. Dabei legte ich darauf Wert, den Kindern den Menschen Mohammad vor seiner Offenbarung nahe zu bringen, sein Verhandlungsgeschick und sein diplomatisches Können, durch die er mit den zum Teil feindlich eingestellten Stämmen Einigungen erzielte. Hier konnte ich an das Thema Gewaltvermeidung anknüpfen, was zu einer lebhaften Diskussion führte. Sicherlich auch deshalb, weil sich Gewalt für die Schülerinnen und Schüler nicht auf einer abstrakten, sondern auf der Ebene ihrer täglichen Realität abspielt.
Bei dem Gespräch über Mohammed als Propheten zeigte es sich, dass einige der Kinder überraschend viele andere Propheten kannten. Ein Mädchen sagte, dass sie zwar wisse, dass im Koran fünfundzwanzig Propheten genannt werden, aber sie kenne sie nicht alle namentlich. Ich suchte daraufhin einige der wichtigsten Propheten heraus, verwies auf die Suren, in denen sie erwähnt werden (z.B. Jesus in der Sure Miriam = Maria) und baute damit eine enge Brücke zu den beiden anderen monotheistischen Religionen Judentum und Christentum. Ich war erstaunt, dass die Kinder meist gar nicht wußten, daß der koranische Prophet Issa mit dem Jesus des Christentums identisch ist (!).
Während des Gesprächs mit der zweiten Gruppe war auch eine türkische Mutter anwesend. Sie meinte nach der Stunde, dass es ihr besonders wichtig sei, dass jemand die Fragen ihres Sohnes beantwortet, obwohl dieser schon in einer Koranschule unterrichtet wird. Hier zeigt sich ein Schwachpunkt des Unterrichts derartiger Schulen, die sich wohl viel zu selten mit den Fragen und Überlegungen der Kinder selbst beschäftigen.
3. Stunde: Der Koran
Auch in der dritten Sunde kamen wieder einige neuen Kinder hinzu. Sie über die bisherigen Gesprächsinhalte zu informieren, verband ich mit dem Abfragen der anderen Kinder.
Es scheint, dass die Kinder langsam warm werden, was sich besonders durch eine sehr merkliche Zunahme an Fragen ausdrückt, die oftmals weit über das definierte Thema hinausgehen. Da es bislang auch noch nicht einmal provisorische Rahmenlehrpläne für das zukünftige Fach Islamkunde vorliegen, an denen man sich orientieren könnte, und da es mir besonders wichtig ist, das Vertrauen der Kinder zu gewinnen, stelle ich in solchen Fällen das ausgewählte Tagesthema etwas zurück. Außerdem entspringen diesen Fragestellungen erste Diskussionen unter den Schülerinnen und Schülern, die ich behutsam im Sinne der didaktischen Ziele anleite. Ich nenne einige Beispiele dafür, welche Themen zum Beispiel von den Kindern der älteren Gruppe angesprochen wurden:
o Ist Homosexualität eine Sünde?
o Wie weit soll das Verständnis für andere gehen?
o Warum gibt es einen Kopftuchzwang?
o Sind wir hier Fremde?
Da der Islam in seiner täglichen Anwendung tatsächlich so gut wie alle Belange des täglichen Lebens berührt, können derartige Fragen nicht einfach nur an andere Fächer delegiert werden. Ferner sind diese Themen so stark mit den Lernzielen Toleranz und Akzeptanz verknüpft, dass sie eigentlich explizit in eigenen Stunden behandelt werden sollten.
Trotzdem bemühte ich mich weitgehend, am Tagesthema festzuhalten, was in dieser Stunde durch eine allgemeine Einführung in den Koran, die Form seiner Verkündung und die erste Sure (Al-Fatiha = die Eröffnende) erfolgte. Außerdem erzählte ich den Kindern über die vom Islam anerkannten Offenbarungen, die dem Koran vorangegangen waren, also Thora, Psalmen und Evangelien.
Zum Thema Koran möchte ich noch folgendes hinzufügen: Das Lesen oder Rezitieren der Koranverse erfolgt ja ausschließlich in arabisch. An dieser Stelle zeigt sich natürlich der Vorteil, den Schüler aus arabischsprachigen Familien gegenüber ihren türkischen, kurdischen, persischen oder albanischen etc. Mitschülern haben, da diese die arabischen Worte zumeist ja gar nicht verstehen können. Doch schon der erste Vers der Al-Fatiha, "Alles Lob gebührt Gott" führte wieder in die erlebte Gegenwart, da das Verb "Hamd" (= Loben) in sehr vielen Namen zu finden ist, welche die auch nicht arabisch stämmigen Kinder zum Teil selbst tragen (Mohammed, Ahmad, Ahmet, Mahmud, Mehmet usw.). Denn es ist ja ganz besonders wichtig, auch den nicht arabisch sprechenden Kindern die Inhalte und Bedeutungen der Suren und Verse zu erklären, dies an einzelnen Worten aufzuzeigen ist da ganz hilfreich.
Sehr gefreut haben sich die Kinder der jüngeren Gruppe über meinen Vorschlag, einige der wichtigsten Begriffe des Islams in arabischen Schriftzeichen von der Tafel abzuschreiben (Allah, Mohammed, die fünf Säulen usw.).
4. Stunde: Zusammentreffen mit den Eltern
Im Anschluß an die dritte Stunde war ein gemeinsames Zusammentreffen mit den Eltern der Schülerinnen und Schüler angesetzt worden. Neben der Direktion und mehreren Lehrerinnen und Lehrern waren rund zwanzig Mütter und Väter anwesend, die Mehrzahl davon türkischer Abstammung. Nach einer Einführung durch die Direktion stellte ich den COURAGE e.V. vor, erzählte kurz über mich und berichtete von den ersten Erfahrungen mit ihren Kindern. Danach baten wir die Eltern um Fragen, Meinungen und Anregungen. Auch hier zeigte sich wieder, dass die Beantwortung der Fragen der Kinder bei den Eltern einen hohen Stellenwert hatten.
Die türkische Mutter, die in der zweiten Stunde hospitiert hatte, erzählte beispielsweise, dass ihr Sohn die Frage gestellt hätte, "woher weiß ich denn, daß meine Religion, der Islam, die richtige ist?".
Ich hielt es an dieser Stelle für angebracht darauf hinzuweisen, daß der Glaube eine Sache des Herzens ist, und daß eine der wichtigsten islamischen Verhaltensregeln in dem Vers begründet liegt "Es sei kein Zwang im Glauben" (wörtl.: Religion) (la ikraha fil-din, 2. Sure, 256. Vers).
Ein Vater berichtete, daß seine kleine Tochter nach der ersten Stunde keine Lust mehr auf den Gesprächskreis zum Thema Islam hatte. In der Diskussion, an der auch eine der Lehrerinnen dieser Schülerin teilnahm, zeigte sich, daß der Grund hierfür eher ein Sprachproblem war. Die Schülerin aus türkischem Elternhaus, deren deutsche Sprachkenntnisse als gut bezeichnet wurden, kannte nämlich weder die arabischen, noch die deutschen Begriffe im religiösen Kontext (wie Fasten, Pilgerfahrt, Armensteuer usw.). Mit Unterstützung eines Elternteils, so wurde besprochen, sollten daher die wichtigsten dieser Begriffe in Türkisch (und in Kurdisch, im Fall der betreffenden Schule, anderswo vielleicht noch Persisch oder Albanisch) notiert werden, um sie als Elemente erster Verständnisbrücken zu nutzen. Das Gespräch an sich wird aber in jedem Fall weiter in Deutsch erfolgen. Die Schülerin, die dann auf Bitten ihrer Eltern doch weiter teilnahm - so fügte der Vater hinzu -, sei aber heute ganz begeistert davon gewesen, daß sie einige Begriffe in arabischen Schriftzeichen von der Tafel abmalen durfte!
Die anwesenden Eltern verstanden auch sehr gut, daß die Vermittlung von Kenntnissen über den Islam nicht im eingegrenzten Sinne der sunnitischen ODER schiitischen Richtung erfolgen darf, ebenso wenig wie man sich an einer der vier anerkannten Rechtsschulen ausrichten sollte. Vielmehr sollten die Kinder auf Grundlage der gemeinsamen Basis über die konfessionellen Unterschiede informiert werden.
Weitere Themen des Gesprächs betrafen die Positionierung der Gespräche, die doch besser während der regulären Schulzeit erfolgen sollten; man fragte nach einem nachvollziehbaren Rahmenplan, anhand dessen sich die Eltern über die vorgegebenen Inhalte informieren könnten; und es wurde seitens der Direktion angeregt, doch einen der kommenden islamischen Feiertage gemeinsam mit der ganzen Schule zu feiern. Mehrere der Eltern erklärten sich spontan zur entsprechenden Mithilfe bereit. Von seitens der Lehrerschaft wurde der Vorschlag gemacht, mit den Eltern zusammen ein interreligiöses Gespräch mit Kurzreferaten verschiedener Glaubensrichtungen zu führen, und auch dieser Vorschlag traf auf Interesse und Bereitschaft. Dabei sollten bestimmte Themen vorgegeben werden (z.B. die Menschrechte, die Stellung der Frau). Man forderte aber ebenso, dass die Eltern der unterschiedlichen Glaubensgemeinschaften auch von Zuhause aus mehr Interesse aneinander zeigen sollten, da dies sicherlich einen Vorbildcharakter für die Kinder hätte.
5. Stunde: Der Islam heute
Diesmal ging es um die Verbreitung des Islam und um seine heutige Position in der Welt. Nach einem kurzen geschichtlichen Überblick erzählte ich ein wenig über die verschiedenen Islamischen Länder. Eines der älteren Kinder wußte beispielsweise, daß Indonesien die größte Zahl muslimischer Einwohner hat (was manchmal selbst erwachsene Muslime nicht wissen). Als kleine Schriftübung wählte ich die Basmala, jenen Satz, mit dem bis auf eine einzige alle Suren im Koran beginnen, und den die Muslime im täglichen Leben üblicherweise vor Beginn einer jeden Handlung sprechen: "Im Namen Allahs, dem Gnädigen und Barmherzigen". Wir sprachen dann über den Sinn eines derartigen Satzes, der mit der Würdigung einer angestrebten Tat, dem Dank (zum Beispiel für das Essen) und mit der Konzentration auf eben diese Tat zu tun hat. Den Kindern war es völlig unbekannt, daß auch Christen vor dem Essen ein Gebet sprechen; hier ist wirklich noch einiges an Aufklärung nötig, bevor man von gegenseitigem Verständnis reden kann.
Auch diesmal hatten die Kinder viele Fragen, die weit über das vorgegebene Thema hinausgingen. Besonders die Gruppe der älteren Schülerinnen und Schüler beschäftigten die aktuellen politischen Themen, speziell die Entwicklung im Irak mit der Ergreifung von Saddam Hussein. Auf die Frage, ob denn Saddam tatsächlich Muslim sei, und man ihn deshalb gegenüber den Amerikanern verteidigen müssten antwortete ich, dass sich der irakische Diktator möglicherweise tatsächlich als Muslim betrachtet hat, dass sich aber seine TATEN in den vergangenen Jahrzehnten ganz eindeutig nicht mit den Tugenden und der vorgegebenen Lebensweise, wie der Islam sie fordert, vereinen lassen. Weder die regelrechten Kriege gegen die eigene Bevölkerung (Kurden, Schiiten, Bewohner der Aghuar im Süden des Landes usw.), noch seine Angriffskriege gegen den Iran oder Kuwait haben das Geringste mit einer islamischen Einstellung, bzw. konkreter mit der Handlungsweise eines Muslim zu tun.
Die Kinder fragten auch, wie sie sich denn verhalten sollen, wenn sie sich Konfliktsituationen ausgesetzt sehen, ohne diese selbst provoziert zu haben. Es lag nahe, an dieser Stelle auf einen anderen Propheten hinzuweisen, und das von Jesus überlieferte Beispiel der rechten und der linken Wange zu erzählen. Dass jeder Mensch, egal wer und wo andererseits auch dazu berechtigt ist, sich gegen einen auf ihn ausgeführten Angriff zu verteidigen, ist im deutschen Gesetz zum Beispiel unter dem Begriff Notwehr geregelt. Genauso verhält es sich mit den entsprechenden Anweisungen des Korans und der Sunna (der Überlieferung des Propheten). Ich habe den Kindern die entsprechenden Stellen aus dem Koran vorgelesen und ins Deutsche übertragen.
Am Ende der Stunde gab ich den Kindern noch einmal die Gelegenheit, weitere allgemeine Fragen zu stellen, wovon sehr rege Gebrauch gemacht wurde. Die meisten hatten mehr als eine Frage, und obwohl sich das gemeinsame Gespräch dadurch um mehr als eine halbe Stunde verlängerte, sprühten die Kinder bis zuletzt vor Interesse, Neugier und Wißbegierde.
Ich nenne abschließend einige dieser Fragen:
o Dürfen wir denn mit den Christen auch Weihnachten oder Sylvester feiern oder ist dies eine Sünde?
o Ist Jesus tatsächlich zu Weihnachten geboren?
o Und war der Nikolaus wirklich ein Türke?
o Was ist mit Geistern?
o Und mit den Seelen der Toten?
Zum Abschied meinte ein türkischstämmiger Junge, daß er am liebsten gleich drei Stunden hintereinander machen würde. Dies ist ein eindringlicher Beweis dafür, daß diese Kinder im Rahmen des erstrebten Integrationsprozesses eine ganz besonders intensive, regelmäßige und verlässliche Form des moralisch-ethischen Unterrichts brauchen, der sich in ihrem Fall auf der Basis der islamischen Religion aufbaut.
Hinweis: Achmed Khammas bietet unter der Rubrik "Projekt-Angebote" Lehrerseminare und Schulveranstaltungen an. Siehe dort.